Kira Biesenbach stellte in Götzis mit 6134 Punkten eine neue Bestleistung auf. (Foto: spofo/Kenny Beele)

Kira Biesenbach stellte in Götzis mit 6134 Punkten eine neue Bestleistung auf. (Foto: spofo/Kenny Beele)

26.05.2013

Kira Biesenbach im Club der 6000er

Kira Biesenbach (TSV Bayer Leverkusen) überbot in Götzis erstmal die 6000-Punkte Marke und sicherte sich mit 6134 Punkten als beste Deutsche Platz acht. Die Kanadierin Brianne Theisen gewann den Wettbewerb in Abwesenheit der Olympiasiegerin Jessica Ennis mit 6376 Punkten vor den beiden Niederländerinnnen Nadine Broersen (6345 Punkte) und Dafne Schippers (6287 Punkte).

Bei ihrem ersten Start beim traditionellen Mehrkampfmeeting in Götzis zeigte sich die Leverkusenerin Kira Biesenbach ebenso unbeeindruckt von großen Namen wie von den wenig leistungsfördernden Wetterbedingungen. 6134 Punkte und Platz acht im Gesamtklassement waren der Lohn für zwei beeindruckende Wettkampftage, an denen die 20-Jährige trotz Regenschauern und Temperaturen von teils unter zehn Grad gleich fünf persönliche Bestleistungen aufstellte. Sie profitierte dabei besonders von ihren herausragenden Schnelligkeitsfähigkeiten, die ihr nicht nur über 100 Meter Hürden einen neuen Hausrekord bescherten, sondern auch über 200 Meter und im Weitsprung. Über die halbe Stadionrunde wurde Kira Biesenbach in 23,45 Sekunden, der zweitschnellsten Zeit der Konkurrenz gestoppt, im Weitsprung bedeuteten 6,44 Meter Platz drei. Abgerundet wurde der starke Auftritt durch 1,75 Meter im Hochsprung, 13,34 Meter im Kugelstoßen, 36,68 Meter im Speerwerfen und 2:18,90 Minuten über die abschließenden 800 Meter. Mit ihren Leistungen verbesserte die Siebenkämpferin ihre bisherige Bestmarke, die sie im letzten Jahr als Siegerin des Thorpe Cups aufstellte, um mehr als 250 Punkte und schnupperte sogar an der WM-Norm für Moskau. Lediglich 16 Zähler fehlten zum geforderten DLV-Richtwert.


Kampf um die WM-Tickets in Ratingen
Nach ihrem gestrigen Ausfall über die 100 Meter Hürden setzte die Neubrandenburgerin Julia Mächtig den Siebenkampf im Möslestadion heute nicht mehr fort. Sie galt im deutschen Team nach den Ausfällen von Lilli Schwarzkopf und Jennifer Oeser als erste Kandidatin für eines der drei WM-Tickets. Um auf den WM-Zug aufzuspringen, muss sie nun wie schon im letzten Jahr ihre Chance in Ratingen suchen.
Gleiches gilt auch für Claudia Rath und Maren Schwerdtner. Während letztere krankheitsbedingt auf einen Start in Götzis verzichtete, deutete Claudia Rath am Wochenende an, dass mit ihr im Kampf um die WM-Tickets in jedem Fall zu rechnen sein dürfte. 6079 Zähler sammelte die EM-Siebte des letzten Jahres und schaffte damit als Neunte immerhin den Sprung unter die Top-Ten im Gesamtklassement. Überzeugen konnte die Frankfurterin vor allem mit ihren Leistungen über 100 Meter Hürden (13,64 Sekunden) und über 200 Meter (24,31 Sekunden). In der letzten Disziplin des Siebenkampfs stellte sie außerdem erneut ihre sehr guten 800-Meter-Fähigkeiten unter Beweis und sicherte sich in 2:10,67 Sekunden sogar den Disziplinsieg. Hingegen lassen die Ergebnisse im Weitsprung (6,26 Meter) und vor allem im Hochsprung (1,66 Meter) noch Luft nach oben, sodass die geforderten 6150 Punkte in Ratingen im Bereich des Möglichen sind.
Als drittbeste Deutsche ging Carolin Schäfer in die Gesamtwertung ein. Die Teamkollegin von Claudia Rath zeigte einen Mehrkampf ohne große Schwächen, aber auch ohne Ausreißer nach oben. Mit 5773 Punkten überbot sie als 17. knapp die U23-EM-Norm von 5750 Zählern.

Alle Ergebnisse aus Götzis hier