Kira Biesenbach hat bei ihrem Debüt in Götzis "gut Lachen". (Foto: spofo/Kenny Beele)

Kira Biesenbach hat bei ihrem Debüt in Götzis "gut Lachen". (Foto: spofo/Kenny Beele)

25.05.2013

Kira Biesenbach trumpft auf

Die Leverkusenerin Kira Biesenbach überzeugt bei ihrer Götzis-Premiere mit vier persönlichen Bestleistungen, die ihr in der Zwischenwertung Rang sechs bescheren. Sie lässt damit derzeit sogar die Olympiadritte Tatyana Chernova (RUS) hinter sich, die mit 3633 Punkten Platz sieben belegt. In Führung liegt die Kanadierin Brianne Theisen mit 3816 Punkten, knapp vor Dafne Schippers (NED) mit 3811 Zählern. Dritte ist die Ukrainerin Hanna Melnichenko (3740 Punkte).

Kühle Temperaturen um sieben Grad und zwischenzeitliche Regenschauer machten es den Siebenkämpferinnen im österreichischen Götzis heute nicht gerade leicht. Eine, die sich davon nicht beeindrucken ließ, war Kira Biesenbach. Die Thorpe-Cup-Gewinnerin des letzten Jahres trumpfte im Möslestadion mit vier persönlichen Bestleistungen auf.
In 13,83 Sekunden über 100 Meter Hürden brachte die U23-Athletin einen optimalen Start auf die Bahn. Es folgten 1,75 Meter im Hochsprung und 13,34 Meter im Kugelstoßen. Ihren starken ersten Tag krönte Kira Biesenbach mit einer überragenden 200-Meter-Zeit. In 23,45 Sekunden verbesserte sie ihre persönliche Bestzeit um mehr als eine halbe Sekunde und erreichte die zweitschnellste Zeit der Konkurrenz. Lediglich die Niederländerin Dafne Schippers war in 23,08 Sekunden noch schneller unterwegs. Als beste deutsche Athletin des ersten Tages steuert Kira Biesenbach damit klar auf eine neue Bestleistung zu und könnte erstmals die 6000-Punkte-Schallmauer durchbrechen.


Pech für Julia Mächtig
Großes Pech hatte die als punktbeste Deutsche angereiste Neubrandenburgerin Julia Mächtig, der schon die erste Disziplin zum Verhängnis wurde. "Ich bin schon zu dicht an die erste Hürde gelaufen, kam an der Hürde danach ins Straucheln und hatte dann zu viel Vorlage, um weiterlaufen zu können.", berichtete die Olympiateilnehmerin enttäuscht. Obwohl sie den Siebenkampf danach fortsetzte und sich den Disziplinsieg im Kugelstoßen sicherte (14,73 Meter), muss sie den Kampf um die WM-Tickets nun in wenigen Wochen in Ratingen aufnehmen.

Einen ersten Tag mit Höhen und Tiefen zeigte Claudia Rath, die sich im Zwischenklassement als Zweitbeste Deutsche auf Rang 12 wiederfindet. Schnelle 100 Meter Hürden zu Beginn (13,64 Sekunden) und 200 Meter (24,34 Sekunden) zum Ende des ersten Tages ließen die Frankfurterin jubeln. Auch mit 13,08 Meter im Kugelstoßen konnte die EM-Siebte zufrieden sein. Mit 1,66 Metern im Hochsprung ließ sie jedoch im Kampf um die WM-Norm (6150 Punkte) wichtige Punkte liegen.
Ihre Teamkollegin Carolin Schäfer zeigte in allen vier Disziplinen solide Leistungen, ließ aber einen Ausreißer nach oben vermissen. Sie belegt mit 3421 Punkten derzeit Rang 17.

 

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