Das erfolgreiche deutsche Duo bei der U23-EM — Sopie Weißenberg und Vanessa Grimm (Foto: Iris Hensel).

Das erfolgreiche deutsche Duo bei der U23-EM — Sopie Weißenberg und Vanessa Grimm (Foto: Iris Hensel).

13.07.2019

Silbermedaille für Sophie Weißenberg bei U23-EM

Bei den U23-Europameisterschaften im schwedischen Gävle gewann die Neubrandenburgerin Sophie Weißenberg mit 6175 Punkten Silber. Neue Titelträgerin ist die Schweizerin Geraldine Ruckstuhl, die 6274 Punkte sammelte. Auf Rang drei landete Hanne Maudens (Belgien/6093 Punkte). Vanessa Grimm (GER) belegte mit 5649 Punkten Rang zehn.

Sie war als punktbeste Athletin nach Schweden gereist und darf nach zwei kräfteraubenden Tagen mit der Silbermedaille im Gepäck die Heimreise antreten. Sophie Weißenberg hielt dem Druck und den Medaillenerwartungen, die auf ihr lasteten stand und zeigte erneut einen starken Mehrkampf. Bei Gegenwind startete die Neubrandenburgerin in 14,21 Sekunden über 100 Meter Hürden solide in den Siebenkampf, um kurz darauf so richtig in Fahrt zu kommen. Mit 1,82 Meter sprang sie satte fünf Zentimeter höher als bei ihrem bisher besten Mehrkampf in Götzis vor wenigen Wochen, als sie die WM-Norm für Doha mit 6293 Punkten nur um nur sieben Zähler verpasste.
Eine neue persönliche Bestleistung im Kugelstoßen (14,18 Meter) und 24,67 Sekunden über 200 Meter bescherten Sophie Weißenberg nach Tag eins in Gävle die Führung in der Zwischenwertung mit 3675 Punkten vor der Polin Adrianna Sulek (3589 Punkte) und Hanne Maudens (BEL/3576 Punkte).
An Tag zwei musste Sophie Weißenberg einen ersten kleinen Dämpfer hinnehmen. Bei Regen und kühlen Temperaturen konnte sie ihre Stärken im Weitsprung nicht wie gewohnt ausspielen. Am Ende gingen 6,04 Meterin die Wertung. Allerdings taten sich auch ihre Konkurrentinnen schwer. Lediglich Hanne Maudens sprang mit 6,22 Meter weiter. Im Kampf um die Medaillen war Sophie Weißenberg also nach wie vor sehr gut im Rennen. Um jedoch auch noch die WM-Norm von 6300 Punkten anzugreifen, fehlten ein paar Zentimeter in der Grube.
In der vorletzten Disziplin ebnete die Schweizerin Geraldine Ruckstuhl ihren Weg zur Goldmedaille. Die gewohnt starke Speerwerferin schickte ihr Arbeitsgerät auf starke 54,82 Meter und näherte sich in der Gesamtwertung bis auf 18 Zähler der noch immer Führenden Sophie Weißenberg.Diese zeigte ebenfalls gute Würfe. Mit 47,92 Meter blieb sie nur knapp einen Meter unter ihrer Bestleistung.
Es sollte also spannend werden über die abschließenden zwei Stadionrunden. Ausgehend von der bisherigen Bestzeit über 800 Meter hatte die Schweizerin die etwas besseren Karten. Diese Stärke bewies sie dann schließlich auch im Rennen. Sophie Weißenberg versuchte, so lang wie möglich an Geraldine Ruckstuhl zu bleiben. Doch die Schweizerin war zu stark. In 2:12,05 Sekunden lief sie zu einer neuen Bestzeit und zum Titelgewinn der U23-Europameisterschaften. Für Sophie Weißenberg stoppte die Uhr nach 2:20,39 Minuten. Sie machte damit den zweitbesten Mehrkampf ihrer Karriere und die Silbermedaille perfekt.
In beeindruckenden 2:08,79 Minuten schob sich die Belgierin Hanne Maudens von Rang fünf nach vorn auf den Bronzerang.
Mit Vanessa Grimm landete eine zweite deutsche Athletin in den Top Ten. Bei ihrer Premiere auf großer internationaler Bühne landete die Siebnekämpferin vom Königsteiner Leichtathletikverein mit 5649 Punkten auf einem guten zehnten Rang.


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