Historie

Der Siebenkampf wird an zwei Tagen ausgetragen und besteht aus den Disziplinen 100 Meter Hürden, Hochsprung, Kugelstoßen, 200 Meter (1. Tag) sowie Weitsprung, Speerwurf und 800 Meter (2. Tag).

Die Geschichte des Mehrkampfs reicht bis in die Antike zurück, als im Rahmen sogenannter kultischer Feste verschiedene Wettkämpfe für Männer, u.a. der Pentathlon durchgeführt wurden. Auch bei den Olympischen Spielen der Neuzeit wurde zunächst nur der Zehnkampf der Männer ausgetragen. In den 30er-Jahren wurde als Pendant zum Zehnkampf erstmals ein internationaler Fünfkampf für Frauen eingeführt. Seine olympische Premiere erlebte dieser Wettbewerb 1964 bei den Spielen in Tokio (Japan) mit den Disziplinen 80 Meter Hürden, Kugelstoßen, Hochsprung, Weitsprung und 200 Meter. In den Folgejahren wurde zuerst die 80-Meter-Hürdenstrecke auf 100 Meter verlängert (1969), später wurden die 200 Meter durch die 800-Meter-Distanz ersetzt (1977).

Bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau fand der Fünfkampf zum letzten Mal bei internationalen Meisterschaften statt. Im darauffolgenden Jahr wurde er offiziell durch den heutigen Siebenkampf abgelöst. Bei den Spielen 1984 in Los Angeles (USA) gehörte der Siebenkampf erstmals zum olympischen Wettkampfprogramm. 1988 stellt die US-Amerikanerin Jackie Joyner-Kersee mit 7291 Punkten den bis heute gültigen Weltrekord auf.