100 Meter Hürden

100 Meter Hürden

Die 100 Meter Hürden haben als erste Disziplin im Siebenkampf eine besondere Bedeutung. Zum einen geht es um einen guten Auftakt in die beiden Wettkampftage, zum anderen ist die Leistung über diese Distanz ein Indiz für die aktuelle Leistungsfähigkeit der Athletinnen.
Der 100-Meter-Hürdensprint ist eine Schnelligkeitsdisziplin, bei der zehn 84 Zentimeter hohe Hürden überwunden werden müssen. Entsprechend sind hier auch ausgeprägte Fähigkeiten im Bereich Rhythmus und Gewandtheit gefragt.
Die schnellste Zeit im Rahmen eines Siebenkampfs erreichte 2012 die Britin Jessica Ennis. Bei den Olympischen Spielen in London lief sie eine Zeit von 12,54 Sekunden.

 

1000 Punkte = 13,85 Sekunden (1 Zehntel = 14 Punkte)

Hochsprung

Hochsprung

Im Hochsprung müssen die Athletinnen aus einem kurvenförmigen Anlauf vertikal abspringen und sich rückwärts über die Latte bewegen. Nach dem schnellkräftigen Auftakt über die 100 Meter Hürden ist in dieser Disziplin viel Bewegungsgefühl gefragt. Nicht der maximal schnelle Anlauf, sondern die optimale Bewegungsgeschwindigkeit ermöglicht das richtige Timing für Absprung, Lattenüberquerung und Landung. Pro Höhe hat jede Athletin drei Versuche. Die beste Leistung in dieser Disziplin stammt aus dem Jahr 2006 und wurde von Tia Hellebaut aus Belgien mit übersprungenen 1,97 Meter erzielt.

 

1000 Punkte = 1,81 Meter (3 Zentimeter = 37 Punkte)

Kugelstoßen

Kugelstoßen

Die Siebenkämpferinnen stoßen ebenso wie die Spezialistinnen mit einer vier Kilogramm schweren Kugel, die in der Regel mit Hilfe der sogenannten Angleittechnik beschleunigt wird und nach dem Ausstoß in einem Stoßsektor landen muss. Für einen gültigen Versuch, darf die Kugel nach Beginn des Versuchs nicht unter Schulterhöhe gesenkt und nicht geworfen werden. In dieser Disziplin hat jede Athletin drei Versuche. 2008 erzielte die Ukrainerin Natalya Dobrynska mit 17,29 Metern die beste Leistung.

 

1000 Punkte = 17,07 Meter (50 Zentimeter = 33 Punkte)

200 Meter

200 Meter

Zum Abschluss des ersten Tages sind noch einmal "schnelle Beine" gefragt. Für gute Ergebnisse über die halbe Stadionrunde müssen die Athletinnen über eine sehr hohe Grundschnelligkeit und eine gut entwickelte Schnelligkeitsausdauer verfügen. Die schnellste jemals in einem Siebenkampf gelaufene Zeit erreichte 1988 die US-Amerikanerin Jackie Joyner-Kersee in 22,30 Sekunden.

 

1000 Punkte = 23,80 Sekunden (1 Zehntel = 10 Punkte)

 

Weitsprung

Weitsprung

Nach einer meist eher kürzeren Nacht, beginnt der zweite Wettkampftag im Siebenkampf mit dem Weitsprung. Bereits drei bis vier Stunden vor Wettkampfbeginn laufen sich die meisten Athletinnen mit einem kurzen Auftakt die Disziplinen des Vortages "aus den Beinen". So vorbereitet gilt es, aus einem möglichst schnellen Anlauf, den nur 20 Zentimeter breiten Balken zu treffen und die Schnelligkeit durch einen guten Absprung in Weite umzusetzen. Auch hier stehen den Athletinnen "nur" drei Sprünge zur Verfügung. Um die Gefahr von drei ungültigen Versuchen zu minimieren, wird der erste Sprung von Vielen als Sicherheitsversuch absolviert.
Die beste Weitspringerin im Rahmen des Siebenkampfs ist bis heute die Weltrekordhalterin Jackie Joyner-Kersee mit einer Weite von 7,27 Meter (1988).

 

1000 Punkte = 6,47 Meter (10 Zentimeter = 32 Punkte)

Speerwurf

Speerwurf

Vor der vorletzten Disziplin haben die Siebenkämpferinnen nicht selten ein "kleines Tief" zu überwinden. Die Müdigkeit der bereits absolvierten Disziplinen macht sich bemerkbar und fordert noch einmal volle Konzentration, damit der 600 Gramm schwere Speer so weit wie möglich fliegt und im vorgegebenen Wurfsektor landet. Dazu wird das 2,20 bis 2,30 Meter lange Wettkampfgerät aus einem geraden Anlauf beschleunigt und mit einem Schlagwurf abgeworfen. Auch in dieser Disziplin haben die Siebenkämpferinnen drei Versuche. Die beste Weite im Rahmen eines Siebenkampfs erzielte (noch mit altem Speer) die Britin Tessa Sanderson mit 64,64 Meter.

 

1000 Punkte = 57,18 Meter (1 Meter = 19 Punkte)

800 Meter

800 Meter

Vor den abschließenden 800 Metern haben die meisten Siebenkämpferinnen mit Abstand den größten Respekt. Die zwei Stadionrunden fordern von den Siebenkämpferinnen sowohl körperlich als auch mental noch einmal alles ab. Mut und Kampfgeist sind gefragt, um in der direkten Auseinandersetzung mit der Konkurrenz bestehen zu können. Da den Athletinnen die Abstände zu den unmittelbar vor oder hinter ihnen liegenden Konkurrentinnen bekannt sind, ist der 800-Meter-Lauf nicht selten ein Kampf um jeden Meter, damit die in den vorangegangenen sechs Disziplinen erarbeitete Platzierung gesichert oder sogar noch verbessert werden kann.

 

1000 Punkte = 2:07,60 Minuten (1 Sekunde = 14 Punkte)